Alkohol und Drogen

Besonders junge Soldaten greifen zu Drogen

BERLIN (eb). Im vergangenen Jahr hat es 1743 Fälle von Mißbrauch illegaler Drogen in der Bundeswehr gegeben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU/CSU-Fraktion hervor.

Davon nähmen der Mißbrauch sogenannter Cannabinoide wie Haschisch und Marihuana mit 988 Vorkommnissen den größten Raum ein. Da es sich bei den Soldaten mit erkanntem Drogenmißbrauch zu 92 Prozent um junge Mannschaftsdienstgrade handele, sei davon auszugehen, daß die Ursachen in den meisten Fällen im gesellschaftlichen Umfeld in der Zeit vor dem Grundwehrdienst und damit außerhalb des dienstlichen Bereichs liegen.

Abschließende Erkenntnisse über die Ursachen, die zum Drogenmißbrauch bei Soldaten führen, lägen nicht vor, so die Regierung.

 

·         1994 wurde der Allgemeine Umdruck Nr. 300 „Führungshilfe für Kommandeure und Einheitsführer – Suchtproblematik“ herausgegeben, ein Leitfaden für Suchtprävention und ein Ratgeber für den Umgang der Disziplinarvorgesetzten mit suchtgefährdeten / süchtigen Soldaten. Es werden truppendienstliche und sanitätsdienstliche Maßnahmen der Suchtprävention beschrieben. Auch der Truppenarzt sollte deshalb diesen Umdruck unbedingt lesen.

·         1996 wurde die schriftliche Belehrung über den Missbrauch von Betäubungsmitteln eingeführt und dazu die ZDv 10/5 Nr. 404 geändert.

·         1997 wurde ein vierteiliges Ausbildungsvideo „Drogenprävention“ mit Begleitheft bis auf Einheitsebene verteilt (RegNr.: 1 0012001 13800). Zielgruppen sind - unabhängig von Status und Dienstgrad - junge Soldaten in der Grundausbildung, in Einheiten und Verbänden, an Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen. Für die Durchführung der zweistündigen Präventionsveranstaltung ist der Disziplinarvorgesetzte verantwortlich. Der Truppenarzt unterstützt den Disziplinarvorgesetzten bei der Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Aspekten des Drogenmissbrauchs.

·         1998 ist der Erlass „Missbrauch von Betäubungsmitteln“ (ZDv 14/3 B 172) in Kraft getreten. Der Abgabeerlass (ZDv 14/3 B 115) wurde geändert.

·         1998 wurde ein Modellseminar „Drogenpräventionsseminar für Einheitsführer und Truppenärzte – Just say no“ von der Luftwaffe erarbeitet.

·         Ebenfalls 1998 wurde das Seminar „Alkohol und Streitkräfte – Erscheinungsformen und Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs“ am Zentrum Innere Führung vorgestellt. Hierbei waren Kommandeure, Kompaniechefs, Truppenärzte, Kompaniefeldwebel, Vertrauenspersonen und Sozialarbeiter beteiligt. Beide Seminare sind konzeptionell als Multiplikatorenseminare vorgesehen.

·         Seit Anfang 1999 ist die CD-ROM „Drogen- und AIDS-Prävention in der Bundeswehr“ (DSK: II008220099) fertiggestellt. Die Verteilung dieser CD ist im Oktober 1999 bis auf Einheitsebene erfolgt und soll sowohl den Disziplinarvorgesetzten als auch den Truppenärzten zur Verfügung stehen. Die CD enthält die Richtlinien zur Suchtprävention und behandelt u.a. in im Vortrags- und Seminarteil ausführlich alle Themen der Drogenprävention wie Epidemiologie, Stoffkunde / Erscheinungsformen süchtigen Verhaltens, strafrechtliche/ dienstrechtliche / psychosoziale Aspekte des Drogenmissbrauchs, medizinische Aspekte, Aspekte der Verwendungsfähigkeit und vieles mehr. Zu den einzelnen Themen gibt es eine umfangreiche Foliensammlung.

·         Ebenfalls seit Anfang 1999 steht ein CUA-Lernprogramm des Heeres zum Thema Drogenmissbrauch (CD) "Total abgefahren" (DSK: H123 7520 616) für Ausbildungseinrichtungen des Heeres zur Verfügung .

·         Am 08. Juli 1999 hat das Bundesministerium der Verteidigung Fü S I / Fü S I 4 unter dem Az 35-04-06 die „Richtlinien zur Koordinierung und Steuerung von Maßnahmen der Suchtprävention und – bekämpfung für Soldaten“ erlassen.

·         Ab dem Jahr 2000 sind jährlich mindestens zwei Beraterlehrgänge „Suchtprävention“ am Zentrum Innere Führung geplant. Der Modell-Lehrgang fand vom 22.11.1999 bis 26.11.1999 statt.

·         Seit 2001 ist ein Dokumentationszentrum „Suchtprävention und -bekämpfung“ am Zentrum Innere Führung eingerichtet.

·         2001: Die "Soldatenselbsthilfe gegen Sucht" etabliert sich eindruckvoll als Ergänzung zur Primärprävention in der Bundeswehr. Die Soldatenselbsthilfe gegen Sucht ist ein Kreis von Sozialarbeitern, Ärzten, Seelsorgern und vor allem freiwilligen Mitarbeitern (mit Ausbildung zum Suchthelfer) aus dem Bereich der Bundeswehr und bietet Hilfe zur Selbsthilfe, sowie Unterstützung, um ein zufriedenes Leben ohne Sucht zu führen. Sie ersetzt nicht die Aufgaben der Truppenärzte und Sozialarbeiter. Sie arbeitet mit ihnen zusammen. Alle Maßnahmen in der Bundeswehr werden von ihr vorbehaltlos und nachdrücklich unterstützt.

·         2002: Als weiterer wichtiger Bestandteil der Kampagne gegen den Alkoholmissbrauch wurde im Rahmen der guten Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) der Beratungsleitfaden für Ärzte, "Kurzintervention bei Patienten mit Alkoholproblemen" auch für die Truppenärzte der Bundeswehr eingeführt. Der Leitfaden wurde zusammen von der Bundesärztekammer und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) herausgegeben und ist in Zusammenarbeit mit
dem Fachverband Sucht e.V. (FVS) und der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V. (DHS) entwickelt worden. Mit dem Leitfaden wird die bedeutende Rolle der ärztlichen Praxis bei der Frühintervention gestärkt.

·         Über die „Interministerielle Ad-hoc-Arbeitsgruppe“ und die „Koordinierungsgruppe Suchtprävention und –bekämpfung des BMVg“ wird die Suchtprävention und –bekämpfung in der Bundeswehr dem jeweiligen Forschungsstand angeglichen.

·         Im Juni 2005 wurde der Allgemeine Umdruck Nr. 300 „Führungshilfe für Kommandeure und Einheitsführer – Suchtproblematik“ neu erstellt, ein Leitfaden für Suchtprävention und ein Ratgeber für den Umgang der Disziplinarvorgesetzten mit suchtgefährdeten / süchtigen Soldaten. Es werden truppendienstliche und sanitätsdienstliche Maßnahmen der Suchtprävention beschrieben. Auch der Truppenarzt sollte deshalb diesen Umdruck unbedingt lesen. Dieser Umdruck von der CD "Suchtprävention in der Bundeswehr" herunter geladen werden.

Im Juli 2005 wurde die CD "Suchtprävention in der Bundeswehr" fertiggestellt und verteilt. Die Informations- und Ausbildungs-CD „Suchtprävention in der Bundeswehr“ dient der Informationsvermittlung aller relevanten Themen der Suchtprävention in der Bundeswehr. Gleichzeitig ist sie die Grundlage für die Ausbildung von Multiplikatoren (Ausbildung der Ausbilder) der Suchtprävention in der Bundeswehr.

 

 

 

Soldatenselbsthilfe gegen Sucht
Ansprechpartner in allen Wehrbereichen
http://www.Soldatenselbsthilfe-Sucht-Bundeswehr.de
Ansprechstelle : Hptm Moritz
Telefonnummer Bw : 90-4300-2040
Telefonnummer : 0641-941-2040
Fax Bw : 90-4300-2037
Fax : 0641-941-2037

 

 
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Ein anonymer Besucher aus dem Ruhrgebiet hat im Bereich "ZIL" einen Fehler gefunden und mich via Kontaktformular aufmerksam gemacht. Habe entsprechende Stelle sogleich ausgebessert. Vielen Dank an den aufmerksamen Leser!

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Es wurden im Rahmen einer Aufräumaktion einige Menüpunkte entfernt.
Die Seite ist somit übersichtlicher und auf das Wesentlichste begrenzt.

Es wird wahrscheinlich noch mehr rausfliegen - vor allen Dingen privater Mist und überholte Daten.

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